10. Klassen geben Aufgabe weiter

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Schülerinnen und Schüler der ehemaligen 10. Klasse der Wilhelm-Busch-Realschule organisierten u. a. eine Gedenkfahrt nach Buchenwald und Weimar. (Foto: Schule)

Als am 08.11.2018 am Wilhelmplatz in Dorstfeld die Gedenkveranstaltung zu den Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung 1938 veranstaltet wurde, beteiligten sich auch Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule. Diese Veranstaltung zeigte den Schüler*innen an diesem Tag die Aktualität des Themas und sensibilisierte sie zu einer weiteren Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Wie konnte so etwas passieren und wie können wir als Schülerschaft etwas dagegen tun?

Es entstand die Idee einer 10. Klasse, eine Gedenkfahrt nach Buchenwald und Weimar zu organisieren. Ein Antrag für die finanzielle Unterstützung an die Bezirksvertretung der Innenstadt West wurde gestellt. Schüler*innen der Klasse waren dann zur Sitzung der Bezirksvertretung anwesend und haben mit Hilfe der Klassenlehrerin und dem Schulsozialarbeiter zum Antrag Rede und Antwort gestanden.

Politik live zu erleben war sehr spannend und interessant!

Zum Schluss freute sich die Klasse über einen Beschluss der Bezirksvertretung, die Fahrt finanziell kräftig zu unterstützen.

Am Montag, 27.05.19 ging es dann los. Mit dem Bus in Weimar angekommen, die Zimmer bezogen, wurde am ersten Tag unter Führung eine Stadtbesichtigung durchgeführt. Weimar ist eine eindrucksvolle Stadt bekannter Dichter und Denker und mit einer tollen Altstadt.

Abends haben wir uns auf den Besuch der Gedenkstätte Buchenwald vorbereitet und der Tag darauf wird uns allen in Erinnerung bleiben. Wir haben eine Dokumentation erstellt, die bald in der Schule zu besichtigen ist.
Wir haben nun die Schule verlassen und jeder von uns wird seinen Weg gehen, den andere nicht gehen konnten, weil sie anders aussahen, einen anderen Namen oder einen anderen Glauben hatten.
Unsere Schule steht für das ein, was unsere Klasse widergespiegelt hat, jeder hat seinen Namen, jeder hat seinen Glauben, jeder hat seine „Klamotten“, seine Frisur, seine Vorlieben und wir haben uns immer wieder mal gestritten, geärgert und uns im Laufe der Jahre immer besser verstanden und uns immer besser akzeptiert. Wir sind alle anders und doch alle gleich. Wir haben vor allen Dingen gelernt Meinungen von Tatsachen zu unterscheiden.

Es hat einfach Spaß gemacht!

Vielen Dank an die vielen tollen Menschen, die uns das gelehrt und gezeigt haben und vielen Dank an die Politiker der Bezirksvertretung der Innenstadt-West, die uns kräftig finanziell unterstützt haben.

Wir geben nun unsere Arbeit als Auftrag an die nächsten 10. Klassen weiter, die Gedenkveranstaltung in Dorstfeld zu besuchen und eine Gedenkfahrt oder Ähnliches zu organisieren.

Die ehemaligen Schüler*innen der Klasse 10 der Wilhelm-Busch-Realschule

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