Wenn Gott im Leben die Nummer eins wird

0
2468
(v. l.) Subregens Andreas Kreutzmann, Jakob Jan Küchler, Duc Thien Nguyen, Oliver Schütte, Dominic Molitor, Lukas Hellekes und Pfarrer Ludger Hojenski in der St. Ewaldi Kirche.

Seit 1995 „wandert“ die Diakonenweihe durch die Gemeinden und auch in diesem Jahr fand die Diakonenweihe im Erzbistum Paderborn nicht in der Bischofsstadt selbst, sondern – genau wie bereits vor 17 Jahren – wieder in der Pfarrkirche St. Ewaldi in Aplerbeck statt. „Dadurch soll deutlich werden, dass es die einzelnen Pfarrgemeinden sind, aus denen die Kandidaten stammen und in die sie später als Priester wieder ausgesandt werden. Schließlich sind es die Gemeinden, in denen die Kandidaten Erfahrungen und Begegnungen gemacht haben, die ihnen bei der Entdeckung ihrer je eigenen Berufung eine große Hilfe und gleichzeitig wegweisend waren und sind“, erklärt Subregens Andreas Kreutzmann, der für die Ausbildung im Pastoralkurs in Paderborn zuständig ist.
Die Zugangswege der fünf Paderborner Kandidaten sehen dabei vollkommen verschieden aus. Ob aus dem Berufsleben oder unmittelbar direkt vom Abitur – in den vergangenen Jahren hat sich jeder durch Studium und Praktika auf seinen Dienst in der Gemeinde vorbereitet. Während dieser Zeit konnte auch die Entscheidung, den Weg zum Priestertum weiter zu gehen, reifen und grundlegend geprüft werden.
Oliver Schütte (45) aus der Diakonatsgemeinde St. Ewaldi hatte bereits ein ausgefülltes Leben mit verschiedenen Berufen und Beziehungen hinter sich, als ein einschneidendes Ereignis sein bisheriges Leben infrage stellte und ein leiser Ruf Gottes, der immer lauter wurde, ihn bewog Priester zu werden. Duc Thien Nguyen aus der Diakonatsgemeinde St. Laurentius in Arnsberg (26) wollte eigentlich Pilot oder Zugführer werden. Bei der Teilnahme am Weltjugendtag 2005 spürte er die Kraft, die über eine Millionen Jugendliche zum Schweigen brachte, und veranlasste ihn dazu, seine Berufswahl umzuorientieren. Dominic Molitor (27) aus der Diakonatsgemeinde St. Augustinus, Hilchenbach-Dahlbruch hatte in seiner Jugend oft Zweifel an der Kirche. „Was ist, wenn die Kirche sich irrt und das alles mit Jesus nicht stimmt?“ Jetzt, nachdem er seine Zweifel überwunden hat, ist er überzeugt, den richtigen Weg zu gehen.
Jakob Jan Küchler (26) aus der Diakonatsgemeinde St. Jodokus in Bielefeld sah seinen Weg bereits in jungen Jahren in der Politik – er war in einer Partei sowie im Kinder- und Jugendparlament tätig, bevor er nach und nach dem Ruf der Kirche folgte.
Lukas Hellekes (27) aus der Diakonatsgemeinde St. Bonifacius in Herne wollte nie Priester werden, er wollte eine Familie mit vier Kindern. Mit 15 hatte er das erste Mal den Wunsch Priester zu werden. Er wurde aber immer wieder von Selbstzweifeln hin- und hergerissen, bis er nach einer erfolglosen Reanimation in seiner Zivildienstzeit an einem jungen Familienvater, den Weg zu Gott fand. „Da habe ich beschlossen, Gott wird die Nr.1 in meinem Leben sein.“

Die Weiheliturgie, zelebrierte Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB im Beisei von Pfarrer Ludger Hojenski und Subregens Andreas Kreutzmann in dem er die fünf Kandidaten durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihte.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500