Viel Lärm um nichts? – 25 Jahre Musiktherapie für Kinder und Jugendliche

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(v. l.) Christiane Budde, Dr. Kim Ji-Hye, Mei Yashima und Andrea Hilke improvisieren.

Fachleute und Interessierte konnten in der Dortmunder LWL-Elisabeth-Klinik in die Welt der Musiktherapie hineinhorchen und -schauen. Renommierte Experten wie Dr. Peer Abilgaard, Professor für Musikergesundheit an der Musikhochschule Köln sowie Chefarzt der Duisburger Helios-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. Juliane Gerland, Juniorprofessorin an der Uni-Dortmund, berichteten anschaulich „was man beim Musikmachen lernen kann“ und warum „mit Musik manchmal manches besser geht“.
„Die Musiktherapie ist ein wichtiger Baustein in unserem Fachtherapiesystem“, begründet Dorothea Rahmann, Chefärztin der LWL-Elisabeth-Klinik, die feierliche Begehung des 25-jährigen Jubiläums (das Jubiläumsjahr war allerdings schon 2015). „Sie bietet den jungen Patienten die Möglichkeit, ihre Gefühle ohne Worte durch das Musizieren auszudrücken. Dabei bedarf es keinerlei Notenkenntnisse oder Vorwissen. Jeder, der will, kann sich hier einbringen.“
Den Bogen, wie es zur Installierung der Musiktherapie in der LWL-Elisabeth-Klinik kam und warum diese Therapieform auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Dortmunder Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) spielen wird, spannten der Gründer der Elisabeth-Klinik Dr. Walter Landsberg und Andrea Hilke, Musikpädagogin und Musiktherapeutin der ersten Stunde.
„Die Musiktherapie ist fast immer eine Einzeltherapie. Das Kind oder der Jugendliche sucht sich sein Instrument aus. Dann wird gespielt – Improvisation ist angesagt – die Musik spiegelt die Stimmungen. Die Improvisation sagt aus, wie der Mensch drauf ist, was er fühlt. Auch können pathologische Verhaltens- und Reaktionsmuster sehr deutlich zu Tage treten, die dann in Folge bearbeitet werden können“, erklärt Andrea Hilke.

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