Taschen made in Aplerbeck

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Dagmar Knappkötter-Esch an der Nähmaschine. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Dagmar Knappkötter-Esch aus Aplerbeck ist ein kreativer Mensch. Die gelernte Architektin und Mutter von drei Töchtern perfektionierte 2012 ihr Hobby Nähen so weit, dass daraus das eigenen Taschen-Label „Applebeach“ entstand. Genäht hat sie schon immer, für die Kinder Karnevalskostüme oder eigene Garderobe für sich. Jetzt sind es Taschen – kleine Unterarmtaschen, große zum Shoppen oder Kulturtaschen.

Im Wintergarten hat sie sich ihr sonnendurchflutetes Atelier mit Blick in den Garten eingerichtet. „Hier habe ich meine Ruhe, aber immer noch Blickkontakt mit der Familie“, so Dagmar Knappkötter-Esch. Die Taschenkünstlerin hat als erstes mit einem waschbaren Papier aus einer Mischung aus Cellulose und Latex gearbeitet.„Dieses Material ist reißfest, bei 40 Grad waschbar und ich kann es bedrucken, wie es mir gefällt. Dafür benutze ich Fotos, die meine Töchter oder ich gemacht haben, oder verwende Motive von Dortmunder Künstlern, wie zum Beispiel von Anette Göke, Tanja Moszyk oder Lutz Kemper. Das Material ist sehr umweltfreundlich, aber die Kunststoffauskleidung weniger. Da bin ich momentan auf der Suche nach einer Alternative und deshalb gerade in einer Experimentierphase mit Rapspastillen.

Allerdings habe ich mich nach einem ganz neuen Material umgesehen und es im Herbst 2018 in Piñatex gefunden“, erklärt Dagmar Knappkötter-Esch. Dr. Carmen Hijosa hatte das Material auf den Philippinen entdeckt und es weiterentwickelt – die Filipino verwenden es dort schon lange für eigene Produkte. Piñatex wird aus den Fasern des Ananasblattes, dem Nebenprodukt der Ananasernte, hergestellt und ist eine tierfreundliche und nachhaltige Alternative zu Leder und Kunstleder. Das Material ist innovativ, vegan, hat eine weiche, lederartige Struktur, ist leicht, stabil und wasserabweisend und wird in London von Ananas-Anam Ltd.vertrieben. Da die Blätter normalerweise nach der Ernte entsorgt werden, dienen sie jetzt als Basis für ein einzigartiges umweltschonendes und nachhaltiges Material und sichern den Bauern ein dringend benötigtes, zusätzliches Einkommen.

Die Aplerbecker Taschendesignerin wird weiter mit beiden Materialien arbeiten. Die größeren Taschen werden aus Piñatex in den Farben Schwarz, Rot, Gold und Silber gearbeitet, während kleine Täschchen für Kosmetik oder Stifte sowie Körbe aus bedruckter Cellulose und Latex entstehen.

Käuflich erwerben kann man die Taschen im „Unikat“ in der Kleinen Beurhausstraße, in der Seifenmanufaktur in der Schürufer Straße oder bei der Künstlerin.

 

 

 

 

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