LWL-Klinik Dortmund beteiligt sich am Evangelischen Kirchentag

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Die LWL-Klinik heißt die Kirchentagsbesucher willkommen. (Foto: LWL/Herstell)

Mit sechs Veranstaltungen beteiligt sich die LWL-Klinik Dortmund am Evangelischen Kirchentag, der vom 19. bis zum 23. Juni in Dortmund stattfindet und zu dem 100.000 Gäste in der Ruhrgebietsstadt erwartet werden. Zusammen mit Kooperationspartnern anderer beteiligter Institutionen organisierte Pfarrerin und Seelsorgerin Anke Thimm die aktive Teilnahme ihrer Psychiatrie. Ihr Anliegen: „Psychiatrische Themen auf den Kirchentag bringen und somit die Interessen und Probleme von Betroffenen in den Fokus rücken.“

Feierabendmahl
So ist die Aplerbecker Klinik am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr Gastgeber eines großen Feierabendmahls. Zu der inklusiven Veranstaltung in Leichter Sprache mit Gebärdendolmetscher und Induktionsanlage für Hörgeschädigte, die die Klinik zusammen mit dem Wittekindshof und dem „Zentrum Barrierefrei“ des DEKT (Deutschen Evangelischen Kirchentags) ausrichtet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Das Feierabendmahl dient nämlich traditionell der Begegnung zwischen den Kirchentagsgästen und der Bevölkerung in der Kirchentagsstadt. Es umfasst einen Gottesdienst mit Abendmahl, ein gemeinsames einfaches Essen und das Gedenken an die Opfer der Gewalt in der NS-Zeit.

Gottesdienst
Am Samstag (22.6.) wird dann ein Gottesdienst in der Auferstehungskirche auf dem Klinikgelände gefeiert. Dabei geht es um den Themenkomplex „Vertrauen. Arbeit. Zeit.“  Über die „Last und die Lust bei der Arbeit“ reden Klinikmitarbeiter, Gewerkschafter und Vertreter des kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (14 bis 15 Uhr).

Gemeinsames Gebet
Nach zwei solchen Großveranstaltungen am Freitag und Samstag ist die Organisation des „Tagzeitengebets“ am Samstag um 18 Uhr in der Klinikkirche eine vergleichsweise „leichte Übung“. Klinikpfarrer Peter Wevelsiep lädt für eine Viertelstunde zu einem gemeinsamen Gebet in die Auferstehungskirche ein.

Tanzprojekt „Change“
Mit etwas Lampenfieber und großer Vorfreude sehen die Mitglieder des Tanzprojektes „Change“ der LWL-Klinik Dortmund ihren beiden Auftritten am Donnerstag in der BIG Gallery (12.30 Uhr) und am Freitag im Theater im Depot (15 Uhr) entgegen. Die meisten von ihnen leiden an Depressionen und nehmen an einem ambulanten Angebot der Klinik teil, im Rahmen dessen sie mit Tanz- und Bewegungstherapeuten unter ärztlicher Anleitung an sich und ihrem Programm arbeiten. Denn Tanz und Bewegung wirken anti-depressiv! Der Titel des Programms auf dem Kirchentag: „We´ve Gott it“.

Lesung
Am Donnerstag findet außerdem im Zelt 10 an den Westfalenhallen eine Lesung statt. Von 15 bis 17 Uhr kommt Uwe Hauck und liest aus seinem Buch „Depression abzugeben“. Interviewt wird der Autor mit Psychiatrieerfahrung von Oberarzt und Psychiater Hans Joachim Thimm. Die LWL-Klinik Dortmund veranstaltet regelmäßig Lesungen zu psychiatrischen Themen und hat von daher viel Erfahrung mit solchen Veranstaltungen. Auch eine ehemalige Patientin der Klinik wird dabei sein und ihre Gedichte vorlesen.

Veranstaltung „Verrücktes Vertrauen“
Im Rahmen des Kirchentags beteiligt sich die Klinik auch an der Veranstaltung „Verrücktes Vertrauen“ des Dortmunder Psychose-Seminars. Klinik-Pfarrerin und -Seelsorgerin Anke Thimm moderiert die Veranstaltung zusammen mit Sigrid Meyer von der Gesellschaft für seelische Gesundheit (GSG).

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