„Kunstlieder zum Ausklang der Weihnachtszeit“ auf höchstem Niveau

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Der Pianist Achim Launhardt und der Bassist Gerrit Miehlke, beide aus Dortmund, gastierten Ende Januar auf Einladung der Kirchengemeinde Sankt Marien Sölde, für den Pastoralen Raum St. Ewaldi Dortmund, zum gemeinsamen Konzert. (Foto: Gemeinde)

Der Pianist Achim Launhardt und der Bassist Gerrit Miehlke, beide aus Dortmund, gastierten Ende Januar auf Einladung der Kirchengemeinde Sankt Marien Sölde, für den Pastoralen Raum St. Ewaldi Dortmund, zum gemeinsamen Konzert.

Im gut besuchten Dechant-Schröder-Haus konnten die Zuhörer dem musikalischen Programm zum Ausklang der Weihnachtszeit, welches auf höchstem Niveau und mit exzellenter Virtuosität vorgetragen wurde, lauschen.

Nach den einführenden Worten von Pfarreikantor André Klate begann das Konzert mit dem Accompagnato und der Aria „Das Volk, das da wandelt“ von Georg Friedrich Händel. Die lautmalerischen Elemente (Höhen/Tiefen für Licht/Dunkel, Unisono-Partien für das im Dunkeln herumirrende Volk) wurden von Achim Launhardt am Flügel sensibel herausgearbeitet.

Das anschließende Kunstlied von Richard Trunk, Advent, bestach durch seine vielfältige Harmonik und Emphase (im Mitelteil); es folgten Auszüge aus den „Weihnachtsliedern/op.8“ von Peter Cornelius: drei Lieder mit biblischem Inhalt, die in ihrer Schlichtheit und subtilen Interpretation gefielen, wie auch das Brauchtumslied „Christkind“. Ein Glanzlicht des Konzertes bildeten die beiden Arien für Bass aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach: „Großer Herr, o starker König“ und „Erleucht‘ auch meine finstre Sinnen“.

Beide Werke, von technisch höchstem Anspruch, wurden von beiden Künstlern in glanzvollem Zusammenspiel interpretiert. Danach folgten die beiden bekannten Gellert-Lieder von Ludwig van Beethoven: „Biten“ und „Die Ehre Gotes aus der Natur“. Biblische Lieder von Antonin Dvořák schlossen sich an, in ihrer Schlichtheit ergreifend dargeboten.

Abschluss des ofiziellen Programms bildete die Nr. 4 aus den „Vier ernste Gesänge“ von Johannes Brahms, ein Werk, das den Stimmumfang des Sängers voll fordert, eine virtuose Klavierbegleitung verlangt und vom Text her stets anrührend ist. „Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete“. Die Darbietung zeigte eine in ihren feinen Nuancen geprägte
Zusammenarbeit beider Künstler.

Nach großem Applaus erfolgte als Zugabe und inhaltlich schönem Abschluss: Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Herr segne euch“ (ein Arioso zum 115. Psalm). Beim „gemütlichen, musikalischen Nachklang“ im Anschluss an das Konzert im Dechant- Schröder-Gemeindehaus, wurde lebhaf und kenntnisreich diskutiert.

Fazit: Ein exzellentes Konzert auf höchstem Niveau, mit schönem Klangspektrum und mit zweiherausragenden Musikern.

Barbara Ebbers/Giesbert Niklas

 

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