Ist El Niño der Klimakiller?

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Dipl. Geograph Jens Vierling referierte im Weltladen Aplerbeck.

Der Klimaanomalie El Niño und seiner kleinen Schwester La Nina war Dipl. Geograph Jens Vierling in seinem Vortrag der Weltgruppe Aplerbeck auf der Spur. El Niño (span. Christkind) ist eine Klimaanomalie, die sich hauptsächlich im Pazifikraum zwischen der Westküste Südamerikas und dem südostasiatischen Raum (Indonesien, Australien) ereignet und in den letzten Jahren bei vielen als Übeltäter für die Klimaerwärmung herhalten musste. Vierling erklärte detailliert, wie es zur Entstehung von El Niño und La Nina kommt, welche Auswirkungen sie auf die Wirtschaft, die Fairhandelspartner der Weltläden, Menschen, Tiere und Pflanzen haben. „Das Phänomen El Niño gibt es seit 3 Millionen Jahren und in den letzten Jahren gab es keine systematischen Veränderungen in den zwei bis siebenjährigen Abständen, die eine Umkehrung der normalen Wettersituation durch El Niño beinhaltet. Die Erderwärmung schreitet voran, aber durch den steigenden Co2-Gehalt. Deshalb ist nicht El Niño der Klimakiller“, so Vierling.
Wichtig war ihm vor allem der Punkt, welche Auswirkungen es durch das Wetterphänomen für die Fairhandelspartner hat. El Niño mit seinen Folgen beeinflusst am stärksten die Volkswirtschaften der Länder im Pazifikraum durch Dürren und Überschwemmungen. Durch starke Regenfälle werden Kaffeeernten durch „Kaffeerost (eine Pilzerkrankung) oder Schädlingsbefall vom Kaffeekirschenbohrer (der wegen der wärmeren Temperaturen zugewandert ist) vernichtet. Dadurch werden die Ernteerträge verringert, die Preise steigen am Weltmarkt, die Kleinbauern erhalten weniger Geld. Deshalb sind Garantiepreise und Garantieabnahmemenge so wichtig für die Kleinbauern, die sie aber nur erhalten, wenn sie einer Fairhandelskooperative angeschlossen sind.

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