Infomobil in Hörde und Aplerbeck: Abwasserleitungen müssen bis Ende 2020 überprüft werden

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Symbolfoto: pixabay

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist nicht nur besser, sondern sogar Pflicht! Beim Auto haben wir das alle akzeptiert, da ist die regelmäßige Hauptuntersuchung eine ganz selbstverständliche Sache.

Doch wer denkt schon an das ganze Abwasser, das jeder Dortmunder, jede Dortmunderin täglich produziert? Es verschwindet wie von selbst in den dunklen Kanälen im Untergrund. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber die Rohre vom Haus bis zum städtischen Kanal in der Mitte der Straße gehören den Hausbesitzer*innen und für diese Rohre sind sie ganz allein verantwortlich.

Infomobil zum Ortstermin
Die Stadtentwässerung Dortmund möchte das ändern und hatte im Juni eine Info- und Beratungsoffensive gestartet, zunächst in den südlichen Dortmunder Stadtteilen. Denn diese Stadtteile liegen im Wasserschutzgebiet und hier lässt der Gesetzgeber nur noch bis Ende 2020 für die Überprüfung Zeit. Die Stadtentwässerung möchte den Dortmunder*innen Wege zeigen, wie sie ihrer Pflicht nachkommen können, ohne auf unseriöse Firmen hereinzufallen, die als „Kanalhaie“ schon Schlagzeilen gemacht haben. Die ersten Termine für Bürger mit Infoständen in den Bezirken gab es bereits. Nun gibt es zwei weitere:

5.9.2019, 10-18 Uhr, Hörde, Schlanke Mathilde

7.9.2019, 10-16 Uhr, Aplerbeck, Marktplatz

Risiken für den Bürger sind hoch
Unentdeckte Schäden und undichte Leitungen belasten die Umwelt. Austretendes Schmutzwasser kann Verunreinigungen von Boden und Grundwasser zur Folge haben. Ein Bußgeld droht. Tagesbrüche durch  unterspülte Straßenflächen stellen eine große Gefährdung z. B. für Fußgängerinnen und Fußgänger dar und sie sind ein großes finanzielles Risiko für Eigentümer und Eigentümerinnen. Verstopfungen in den Leitungen können zu überfluteten Kellern führen. Das ist nicht nur für Mieter und Mieterinnen unangenehm, sondern auch für Eigentümer und Eigentümerinnen, denn solche Schäden können erhebliche Wertverluste bedeuten. MieterInnen sollten ihre VermieterInnen auf diese Lage aufmerksam machen.

Kanalzustandsprüfung lohnt sich
Die Untersuchung kann versteckte Schäden aufdecken und somit Risiken fürEigentümerInnen senken. Denn je nach Versicherungsvertrag sind regelmäßig untersuchte Leitungen sowie ein funktionierender Rückstau-Schutz Bedingung für die Leistung der Gebäudeversicherung im Schadensfall. Häufige Schäden sind zum Beispiel: Risse, Wurzeleinwuchs, Abflusshindernisse oder Korrosion. Bei starken Regenfällen kann umgekehrt Wasser in die Leitungen eindringen und zu weiteren Schäden durch Überflutungen im Haus führen.

Liste mit seriösen Unternehmen
Als Dienstleistung für die Dortmunder und Dortmunderinnen hat die Stadtentwässerung eine offene Liste von Unternehmen ins Netz gestellt, welche die Zustands- und Funktionsprüfung und/oder die Kanalsanierung  anbieten. Alle Unternehmen haben sich mit der Aufnahme in die Liste verpflichtet, die Qualitätsanforderungen der Stadtentwässerung einzuhalten. Auch für Fragen und Beratung rund um das Thema steht die Stadtentwässerung jederzeit zur Verfügung.

Auf der Internetseite der Grundstücksentwässerung www.grundstuecksentwaesserung.dortmund.de können sich Bürgerinnen und Bürger umfassend über viele Details informieren.

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