Gottesdienst aus Aplerbeck für 700.000 Mitfeiernde

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Im Januar ging der Sonntagsgottesdienst der St. Ewaldi Gemeinde Aplerbeck „auf Sendung“. Das ZDF sendete live für 700.000 Mitfeiernde einen Fernsehgottesdienst aus Aplerbeck. Eine Crew von 25 Mitarbeitern war fast zwei Tage lang in der St. Ewaldi Kirche mit Beleuchtung, Ton, Kameras und verschiedenen Proben beschäftigt, um diese Sendung vorzubereiten. „Vor drei Jahren gab es die Anfrage an die Gemeinde bereits schon einmal – dann wurde aber St. Urbanus in Huckarde genommen; vor einem Jahr kam aber erneut die Anfrage vom ZDF. Die Gemeinde ist bereits medienerfahren, denn vor einem Jahr gab es bereits einen Radiogottesdienst, der im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde“, so Pfarrer Ludger Hojenski. „Die umfassende Zusammenarbeit der Gemeindemitglieder hat diesen Fernsehgottesdienst erst ermöglicht. 27 Gemeindemitglieder wurden geschult für den Telefondienst, der nach jedem Fernsehgottesdienst für mehrere Stunden geschaltet ist. Chorproben, Durchlaufproben und vieles mehr haben die Gemeindemitglieder geleistet. Diese Zusammenarbeit hat mir viel Freude bereitet – so können andere den Gottesdienst mitfeiern mit Bildern und Botschaften auf unsere ganz eigene ,Ewaldi Art’“, ergänzt er.

Im Blick auf die beiden Heiligen, die der Gemeinde St. Ewaldi in Dortmund ihren Namen gegeben haben, ging Pfarrer Ludger Hojenski, unter dem Leitwort „Das Wort der Schrift mit Leben füllen“ der Frage nach, was Christen heute von ihren Vorfahren im Glauben lernen können. Die beiden Brüder Ewald, die aus England stammten, waren im 7. Jahrhundert als Missionare im heutigen Westfalen unterwegs. Nach der Haarfarbe der beiden spricht man vom „Schwarzen“ und vom „Weißen“ Ewald. Tätig waren sie vor allem rund um den Hellweg, an der Lippe und im Münsterland, wo sie auch heute noch verehrt werden. Ihr Martyrium ist der Legende nach in Aplerbeck gewesen. Im Evangelium des Sonntags berichtet sein Autor Lukas davon, wie Jesus, vom Geist Gottes erfüllt, begann, die Schriften der Bibel auszulegen und auf sich selbst zu beziehen: „Heute hat sich das Schriftwort erfüllt“. Damit meint er die Aussage: „Gott hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“

In seiner Predigt sprach Ludger Hojenski darüber, wie diese grundlegende Botschaft des Evangeliums heute verkündet werden kann und wie der Blick auf Missionare, Märtyrer und den eigenen Namenspatron dabei hilft.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Ewaldissimo“ unter Leitung von Johannes Nonhoff sowie Simon Daubhäußer an der Orgel gestaltet.

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