Flüchtlingshilfe hielt Jahreshauptversammlung ab

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Vorstand der Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Aplerbeck e. V., (v. l.): Schriftführer Walther Heuner, 2. Vorsitzende Marlis Koch, Beisitzer Heinz Linnemann, 1. Vorsitzender Wolfgang Buchholz, Edwin Eickhoff, Monika Wentzel, Schatzmeister Bernhard Christiansen, Beisitzerin Madlen Bertizlian, Beisitzerin Anja Fieberg, Jürgen Schädel und Kassenprüferin Ingeborg Milde; (Foto: Verein)

Mitte März fand die Jahreshauptversammlung der Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Aplerbeck im Sitzungssaal im Aplerbecker Amtshaus statt.

Der erste Vorsitzende Wolfgang Buchholz begrüßte die zahlreichen anwesenden Mitglieder sowie einige Gäste und trug den Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr vor.

Er berichtete über das erfolgreiche Familienseminar in der Jugendbildungsstätte Hattingen Welper im Oktober, bedankte sich bei der aus dem Vorstand ausscheidenden Dr. Jutta Müller für die als zweite Vorsitzende geleistete Arbeit, berichtete von der Teilnahme an Märkten im Stadtbezirk Aplerbeck, bedankte sich auch für die finanzielle Unterstützung durch die Bezirksvertretung Aplerbeck, hofft auf zusätzliche Einnahmen durch den geplanten Einsatz von Ein-Euro-Kräften im Kleidertreff sowie im Möbellager und in der Fahrradwerkstatt ab Sommer 2019, sprach dem Vermieter Wolfgang Erbach seinen besonderen Dank aus und natürlich auch den vielen helfenden Händen, die die täglich anfallenden Aufgaben im Kleidertreff bei der Annahme und der Abgabe der Spenden bewältigen. Besonders betroffen machte die Nachricht vom Tod des Schriftführers Michael Petmecky im Oktober.

Der Putzfirma wurde gekündigt, es gibt jetzt eine neue Reinigungskraft. Zur Zeit werden zwei Flüchtlinge unterstützt beim Versuch selbstständig zu werden. Auch in diesem Jahr soll wieder ein Familienseminar Ende Oktober in Welper stattfinden und es werden neue Informationsflyer entwickelt.

Ergänzt wurde dieser Bericht durch die Geschäftsführerin Claudia Merkel, die die Entwicklung und den Stand der Deutschkurse mittwochs und donnerstags mit ihren zahlreichen Teilnehmerinnen – einschließlich der Kinderbetreuung – schilderte. Mit Hilfe zahlreicher Spenden konnten Kursmaterialien, ein Whiteboard etc. angeschafft werden. Die Frauen haben inzwischen auch untereinander gute Kontakte und unterstützen sich gegenseitig. Die Räume in der Jugendfreizeitstätte Schweizer Allee reichen allerdings kaum für die Durchführung dieser Kurse.

Bernhard Christiansen stellte die finanzielle Situation dar. Besonders teuer waren die beiden Freizeiten in der Jugendbildungsstätte Hattingen Welper, aber andererseits absolut wichtig zur Integration der Flüchtlinge. Relativ teuer sind auch die nötigen Versicherungen. Zur Zeit werden Alternativen geprüft, z. B. eine Dienstreisefahrzeugversicherung. Beim Kleidertreff waren die Einnahmen in 2017 und 2018 fast gleich, die Ausgaben in 2018 allerdings etwas höher. Die neue Einrichtung nach dem Umzug zur Eggensteinstraße spiegelt sich auch wider in den Zahlen. Insgesamt wurde in 2018 ein Überschuss von etwa 1700 € erwirtschaftet.

Die Kassenprüfung am 22.2.2019 hat keine Beanstandungen ergeben, die Kasse wurde als hervorragend geführt bewertet.

Der Vorstand wurde von den versammelten Mitgliedern entlastet.

Neu bzw. nachgewählt wurden als stellvertretende Vorsitzende Marlis Koch, als Kassenprüferin Ingeborg Milde, als Schriftführer Walther Heuner und als drei weitere Beisitzer*innen zur Unterstützung des Vorstands Anja Fieberg, Madlen Bertizlian und Heinz Linnemann.

Zu den öffentlichen Vorstandssitzungen sind auch immer weitere Interessierte herzlich eingeladen.

Zur Entwicklung nach der Gründung des Vereins:
Nach zweimonatigem Müllentsorgen, Putzen, Kistenschleppen, Regalerücken und Einräumen der vielen Sachspenden der Bürger*innen wurde am 9. April 2016 der Kleidertreff in Schüren in den Räumen des ehemaligen REWE-Ladens eröffnet (aktuell gerade abgebrochen). Viele Sachspenden, die die Flüchtlinge nicht unbedingt brauchen können, geben wir auf Basaren und Trödelmärkten gegen Geldspenden weiter. Mit diesem Geld können dann Materialien für Deutschkurse oder für das Café im Kleidertreff finanziert werden. Im Oktober 2017 musste der Kleidertreff von Schüren nach Aplerbeck in die Eggensteinstraße verlegt werden. Auch dort musste erst alles geputzt, aufgebaut und ordentlich wieder eingeräumt werden. Zusätzlich gibt es dort jetzt eine Fahrradwerkstatt, eine kleine Möbelbearbeitung und eine Schneiderei.

Nicht nur Flüchtlinge können für wenig Geld gespendete Sachen (von Kleidung über Schuhe, Essgeschirr, Spielsachen, Taschen aller Art, Möbeln, Fahrrädern etc.) erwerben, sondern auch bedürftige Bürger*innen.

Wollspenden werden weitergeleitet zu den „Elper Strickfrauen“ und von ihnen zu Decken und warmen Sachen verarbeitet für Menschen in einem Dorf in den Anden. Manche der Flüchtlinge brauchten etwas Nachhilfe, bevor sie die offiziellen Deutschkurse besuchten. In unseren Räumen im JFZ an der Schweizer Allee gibt es nach wie vor solche Vorbereitungskurse für Frauen incl. Babybetreuung.

Eine erste Integrations-Familienreise ging nach Juist Ende Oktober 2017. Eine zweite Familien-Integrations-Reise erfolgte Anfang November 2018 nach Hattingen. Und im Januar 2019 gab es eine „Danke-schön-Feier“ im Kleidertreff für die vielen oft schon jahrelang engagierten Helfer*innen.

 

 

 

 

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