Energie-Plus-Quartier in Schüren erhält Klimaschutz-Plakette

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(v. l.) Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender, Spar- und Bauverein eG, Thomas Westphal, Oberbürgermeister, Britta Schmeck, Neubau/Projektentwicklung, Spar- und Bauverein eG, Oliver Kroll, Inhaber, falkenstein kroll ingenieure GbR und Gerald Kampert, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, Stadt Do. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Zu den Bausteinen der Kampagne „100 EnergiePlusHäuser für Dortmund“, welche den Neubau von Häusern mit Energieüberschuss fördert, zählt das Energie-Plus-Quartier am Daelweg in Schüren.

Das klima-, energie- und umweltfreundliche Quartier wird von der Stadt Dortmund offiziell anerkannt und wurde am 25. November mit einer Klimaschutz-Plakette zertifiziert. Im Rahmen eines gemeinsamen Termins überreichten Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal und Gerald Kampert vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt die Auszeichnung an den Vorstandsvorsitzenden der Spar- und Bauverein eG, Franz-Bernd Große-Wilde.

Im Daelweg hat die Spar- und Bauverein eG im Jubiläumsjahr 2018 und in 2019 insgesamt 61 Wohnungen und 17 Einfamilienhäuser neu errichtet, die im Betrieb weniger Energie benötigen als sie produzieren. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels eines Erdgas-Blockheizkraftwerks, zudem verfügen die hochwertigen Wohnungen über kontrollierte Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung. Das „Plus“ an Energie wird über ein Blockheizkraftwerk in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf den freistehenden Einfamilienhäusern erzeugt. Insgesamt übertrifft das Quartier die gesetzlichen Anforderungen an ressourcenschonende Neubauten um 30 % („KfW-55-Standard“).

Architektur, Lage und Ausrichtung der Gebäude sowie die Grün- und Gemeinschaftsflächen schaffen Aufenthaltsqualität und bieten Wohnraum für alle Generationen in jeder Lebensphase. Das Wohnungsangebot reicht von barrierefreien Geschosswohnungen mit Größen von 66 qm bis rund 90 qm über Maisonette-Wohnungen im Reihenhausstil mit etwa 115 qm Wohnfläche bis hin zu freistehenden Einfamilienhäusern mit einer Wohnfläche von bis zu 137 qm.

Auch ein umweltfreundliches Mobilitätsverständnis liegt dem Quartierskonzept zugrunde. Die Verminderung des Autoverkehrs wird durch einen zentralen Nachbarschaftsparkplatz und Tiefgaragenplätze erreicht. Durch die Anbindung an den Emscher-Weg mit einem neuen Radweg, der mitten durch das Quartier und sowohl zum Phoenix-See als auch zur Stadtkrone Ost führt, ist alternativen Mobilitätsansprüchen Genüge getan.

Bei dem gemeinsamen Termin vor Ort stellte Vorstandsvorsitzender Franz-Bernd die Einzelheiten des nachhaltigen Konzeptes mit einem Investitionsvolumen von 24 Millionen Euro vor. Im Fokus des Austausches mit Oberbürgermeister Thomas Westphal und weiteren am Bau beteiligten Akteuren stand, wie die heutigen und zukünftigen umwelt- und energiepolitischen Herausforderungen beim Bau und der Modernisierung von Wohnraum zu bewältigen sein werden.

„Als Genossenschaft wissen wir: Wohnen ist keine Ware, sondern ein Grundbedürfnis. Mit unserem Energie-Plus-Quartier in Schüren reagieren wir auf den demografischen Wandel und die Individualisierung der Lebenssituationen unserer Mitglieder genauso wie auf die energetischen Herausforderungen aus dem Klimawandel“, sagt Franz-Bernd Große Wilde.

Gerald Kampert vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, welcher für die Kampagne „100 EnergiePlusHäuser für Dortmund“ zuständig ist, berichtet: „Bisher konnten im Rahmen der Kampagne für EnergiePlusHäuser 86 Häuser mit 142 Wohnungen in Dortmund realisiert werden. D. h. fast jede zweite Energie-Plus-Wohnung wurde am Daelweg gebaut. Mit dem Projekt ist die Stadt dem Ziel von „100 EnergiePlusHäuser“ einen großen Schritt nähergekommen.“

Dass die Spar- und Bauverein eG mit dem neuen Quartier einen Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele leistet, freut auch Oberbürgermeister Thomas Westphal: „Der Neubau kann wie kaum ein anderer Bereich einen entscheidenden gesellschaftsrelevanten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Dies gilt es in Dortmund dauerhaft voranzutreiben und Bauanträge und Baustellenkoordination zu forcieren.“

 

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