„Elias“-Oratorium war DAS Kulturereignis in Aplerbeck

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Mitglieder der Neuen Philharmonie Westfalen und der Konzertchor Aplerbeck. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Der Konzertchor Aplerbeck, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiert, machte sich und den Zuhörern zum Abschluss der Festwoche anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Großen Kirche selbst das größte Geburtstagsgeschenk, indem er unter der Leitung von Norbert Staschik und mit Mitgliedern der Neuen Philharmonie Westfalen sowie vier Gesangssolisten das „Elias“-Oratorium auf höchstem musikalischen Niveau präsentierte.

Dieses romantische Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy über die Geschichte des biblischen Propheten Elias ist eines der größten und schönsten der Musikgeschichte, und ist angelegt für einen teils achtstimmigen Chor, großes Sinfonieorchester und vier Gesangssolisten. Das Oratorium beinhaltet die Erzählung über den Propheten Elias aus dem 1. und 2. Buch der Könige des Alten Testaments. Allerdings gibt es auch einige wenige „Ausflüge“ ins neue Testament.

Es handelt von Elias Kampf gegen die Jahwe abtrünnig gewordenen Israeliten, seiner Prophezeiung einer mehrjährigen Dürre, der Auferweckung eines toten Kindes, dem einsetzenden Regenwunder, Elias Flucht in die Wüste sowie seiner Begegnung mit Gott am Berg Horeb. Er zieht wieder mit neuem Mut zum Kampf gegen die Götzenanbeter aus und fährt am Ende seines Lebens in einem feurigen Wagen gen Himmel. Der Schluss kündigt dann die Ankunft des Messias an, der sein Wirken fortführen wird. Die Himmelfahrt sollte eigentlich nach Mendelssohns Willen das Stück beenden. Aber sein Berater Pfarrer Julius Schubring brachte ihn dazu, noch einen Anhang zu komponieren, der mit prophetischen Hinweisen auf einen kommenden Messias (aber nicht explizit auf Christus) eine Verbindung zum Neuen Testament herstellt.

„Der „Elias“ ist nicht wie ein übliches Oratorium, sondern ist eigentlich eine Oper ohne Bühnenbild“, so Norbert Staschik. Insgesamt 90 Akteure sorgten für ein Spannungsfeld lyrischer Zuversicht und dramatischer Gewalt sowie musikalischer Höchstleistungen in der Großen Kirche.

Ein überragender Chor, ein tolles Orchester und die vier hervorragenden Solisten Jessica Jones (Sopran), Viola Löchter (Alt), Jens Zumbült (Tenor) und ein stimmgewaltiger Gerrit Miehlke (Bass) als Elias, vereint unter der versierten Leitung von Kantor Norbert Staschik, bescherten den Zuhörern einen einzigartigen Musikgenuss, der auch das Publikum im Konzerthaus mehr als zufriedenstellen würde!

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