Eine Kirche mit vielen Erinnerungsstücken

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(v. l.) Heinz-Bernhard Hegemann, Pfarrer Luder Hojenski und Günter Sasse vor dem Relief. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Als die katholische Gemeinde St. Bonifatius 2008 in Schüren die Pfarrkirche an der Adelenstraße profanieren und abreißen lassen musste, war das für alle Kirchenmitglieder ein schmerzlicher Schritt. Zeitgleich zum Abriss der Pfarrkirche wurde das Bonifatiushaus in Schüren umfangreich saniert und erweitert. Hier entstand die neue Kirche und 2018 konnte dann auch der neue Kirchturm mit alten und neuen Glocken eingeweiht werden.

Zahlreiche Gegenstände aus der alten Kirche, liebevoll „Adele“ genannt, wurden in die neue Kirche integriert. Dort findet man die Kreuzwegstationen, das Kreuz, einen großen Kerzenleuchter, die Kirchbänke und Mosaikstücke in den Plexiglasleuchtern im Kreuzgang – alles Gegenstände, die in der alten Kirche beheimatet waren.

Außen auf dem Kirchturm thront der alte, neu vergoldete Wetterhahn und seit Anfang Januar ein Steinrelief am Kirchturm, das ursprünglich am Haupteingang der „Adele“ angebracht war. Das Sandsteinrelief ist ein Werk des Schürener Bildhauers Siegfried Erdmann (am 30.01.2017 in Dortmund gestorben) und zeigt das Lamm Gottes mit Ähren und Weinreben, angelehnt an den Vers aus dem Johannesevangelium (1,29.36): „Seht, das Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt“. Erdmann hat das Relief der Kirchengemeinde gestiftet, ebenso 18 Bronzeplatten, für die noch ein geeigneter Platz gefunden werden muss.

„Wenn der Eingangsbereich fertiggestellt worden ist, werden wir eventuell im Frühjahr einen „Tag des offenen Kirchturms“ veranstalten. Dann können die Gemeindemitglieder auch für die Nutzung des Turmzimmers geeignete Vorschläge unterbreiten“, so Pfarrer Ludger Hojenski.

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