Dortmund begrüßt barrierefreien Ausbau von Bahnhaltepunkten im Stadtbezirk Aplerbeck

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Der jetzige Zugang zu den Gleisen in Aplerbeck Süd sieht nicht gerade einladend aus. (Foto: IN-StadtMagzaine)

Die Deutsche Bahn AG möchte ihre beiden noch nicht barrierefreien Stationen im Bezirk Aplerbeck, den Haltepunkt Sölde und den Haltepunkt Aplerbeck Süd, barrierefrei ausbauen.

Aus Sicht der Verwaltung sind die Pläne der Bahn zu begrüßen. Der zwischen den beiden Gleisen liegende Mittelbahnsteig soll über eine Rampe an den Personentunnel angeschlossen werden. Von dort aus geht es mit einem Aufzug wieder an die Straßenoberfläche.

Dem Wunsch der Bezirksvertretung Aplerbeck, alle Zugänge möglichst ebenerdig zu gestalten, kann aus Verkehrssicherheitsgründen nicht gefolgt werden. Das Stadtplanungsamt hatte zuvor mit der DB AG untersucht, ob Zugänge über den Bahnübergang möglich wären. Dazu müssten aber alle Fahrgäste aus Dortmund, die zu den Bushaltestellen oder dem Sölder Ortskern wollen, die Gleise überqueren. Alternativ müssten die Reisenden von oder zur gegenüber liegenden Seite das Öffnen der Bahnschranken abwarten. Da das Risiko für Personen, die einen Zug oder Bus erwischen wollen und dabei versuchen, die Schranken zu umgehen, zu groß ist, bleibt die DB AG bei der Lösung mit dem Personentunnel und dem Einbau eines Aufzuges.

Anders sieht die Stadt die Station Aplerbeck Süd: Hier will die Bahn ebenfalls einen Aufzug und eine Rampe einbauen. Da die vorhandene Personenunterführung alt und sanierungsbedürftig ist, müsste sie komplett neu gebaut werden. Diese Notwendigkeit führt zu einem anderen Vorschlag: Der Haltepunkt könnte dann besser an anderer Stelle neu gebaut werden. Denn aus Sicht der Stadt ist der Haltepunkt am falschen Standort.

Zur besseren Erschließung der Aplerbecker Mark könnte der Haltepunkt 400 Meter nach Südosten an die Fuldastraße verlegt werden. Das wird auch vom VRR unterstützt, u. a. weil die Bushaltestelle der Linie 431 direkt daneben liegt. Diese Lösung würde Betriebskosten einsparen und zusätzliche Kunden gewinnen. So konnten beispielsweise durch die Verlegung des Bahnhofes im Aplerbecker Ortskern innerhalb von 5 Jahren 70 Prozent mehr Fahrgäste gewonnen werden.

Am neuen Standort wäre weder ein störanfälliger Aufzug noch ein dunkler Personentunnel erforderlich. Es wären Zugänge zu den Bahnsteigen über ebenerdige Gehwege zur Schwerter/Fuldastraße und direkt zur Wittbräucker Straße über Rampen in alle Richtungen möglich. Insbesondere letzteres wurde verschiedentlich von der Bezirksvertretung gefordert, ist aber am derzeitigen Standort aus Platzgründen nicht möglich.

Die Verwaltung sucht derzeit zusammen mit dem VRR nach Fördermöglichkeiten zur Verlegung des Haltepunktes. Nur für den Fall, dass dieser Weg nicht beschritten werden kann, sollen die Ausbaumaßnahmen im Bestand realisiert werden.

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