Deutschlands erster Superheld hat türkische Wurzeln

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(v. l.) Adnan Maral und Hans Joachim Thimm, Oberarzt der LWL-Klinik, stellten das Buch „Süperopa“ im Rahmen der "Landhauslesungen" vor. (Foto: IN-StadtMagazine)

Die beliebte Leseveranstaltung „Landhauslesungen“ der LWL-Klinik startete am 14. Januar und zu Gast war Schauspieler und Buchautor Adnan Maral.

Im Gepäck hatte er seinen neuen Roman „Süperopa“. Maral konnte schon im letzten Jahr die Zuhörer mit einer Mischung aus Lesung und Erzählungen aus seinem Leben begeistern. Auch 2020 kam er gutgelaunt und voller Schwung zur Lesung. Maral sind seine türkischen Wurzel wichtig, aber er babbelt hessisch, liebt „Äppelwoi“, Grüne Soße und Handkäs mit Musik – deutscher kann wohl kein Türke sein – und von sich selbst sagt er: „Ich bin ein echter Frankfurter Bub“.

Wovon handelt das Buch?
Rentner Kenan hat’s wahrlich nicht leicht. Mit Sohn Tan liegt er im Dauerclinch, die deutsche Schwiegertochter versteht kein türkisches Wort und Enkel Tobias hat nur seine verrückten Cosplay-Videos im Kopf. Doch als Kenan sich unbemerkt mit genetisch veränderten Viren infiziert, wendet sich das Blatt. Denn plötzlich entwickelt er Superkräfte. Jedes Mal wenn er Ayran trinkt, kann er durch die Luft fliegen, sich an Objekte anhaften und spüren, wenn seine Familie in Not ist. Im Superheldenkostüm wird Kenan zum schrulligen SÜPEROPA, der den Ganoven der Stadt den Kampf ansagt – als Deutschlands erster Superheld mit türkischen Wurzeln …

Aber das Buch hat auch unterschwellig ein ernstes Thema: den Generationenkonflikt unter drei Generationen türkischer Einwanderer und die Bewältigung der Konflikte.

Taschenbuch
€ 9,99

Nächste Lesung am 21.04. um 19 Uhr: Uwe Hauck „Depression abzugeben“

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Werner Grossmann
Werner Grossmann

Schade, dass solche Autoren nie Mut haben sich auch mit dem Thema: Rassismus“ intensiver zu beschäftigen.