Bei Entlassungen: LWL-Forensik und Führungsaufsicht der Justiz kooperieren früher

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Freuen sich über die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Führungsaufsicht und forensischer Klinik: (v.l.) Bewährungshelfer Matthias Herper, Landgerichtspräsident Klemens Thiemann, Detlev Wuwer, Gruppenleiter im allgemeinen Sozialen Dienst der Justiz Dortmund, Gisa Lieweris-Amsbeck, Therapeutische Direktorin der Wilfried-Rasch-Klinik, LG-Vizepräsident Rudolf von der Beeck und Siegfried Woydowski, Leiter der forensischen Nachsorge-Ambulanz der Wilfried-Rasch-Klinik. (Foto: LG Dortmund)

Um die Entlassung aus dem Maßregelvollzug möglichst reibungslos zu organisieren, hat die LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie Dortmund, Wilfried-Rasch-Klinik, nun ein Übergangsmanagement mit den ambulanten Sozialen Diensten (aSD) der Justiz in Dortmund vereinbart. „Indem wir die Führungsaufsicht früher einbeziehen, räumen wir mögliche Stolpersteine bei der Wiedereingliederung der Patienten aus dem Weg und wirken letztlich Rückfällen entgegen“, formuliert Gisa Lieweris-Amsbeck, Therapeutische Direktorin der Dortmunder Maßregelvollzugsklinik, das gemeinsame Ziel.

„Der Einstieg in die Bewährungshilfe verläuft störungsfreier, wenn unsere sozialen Dienste etwas mehr Vorlauf haben und bereits erste Kontakte knüpfen können“, sagt der Präsident des Landgerichts, Klemens Thiemann. Lieweris-Amsbeck erklärt, dass vonseiten der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ebenfalls frühzeitig die eigene ambulante Nachsorge eingeschaltet werde, wenn die Therapiefortschritte eines Patienten auf eine Entlassung hindeuten.

Sie betont: „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dass unsere Nachsorge-Fachleute den Weg nach draußen langfristig begleiten und eine haltgebende Lebenssituation außerhalb der Klinik organisieren.“ Als die inzwischen pensionierte aSD-Leiterin Ursula Klein und der Bewährungshelfer Matthias Herper den Wunsch an sie herangetragen haben, auch die Führungsaufsicht früher in die Entlass-Vorbereitungen einzubeziehen, habe sie dieses Anliegen nur unterstützen können.

Bisher war eine Einbindung der Führungsaufsicht erst mit dem gerichtlichen Entlassungsbeschluss vorgesehen. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem ambulanten Sozialen Dienst der Justiz, dem zuständigen Landgericht und der forensischen LWL-Klinik ist nun eine frühere Zusammenarbeit möglich. „So kann die Führungsaufsicht die Wiedereingliederung der Probanden und damit die Sicherheit der Gesellschaft effizienter unterstützen“, begrüßt Thiemann das neue Prozedere.

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