5. „DoTour für Respekt“ hält die Erinnerung an Gräueltaten des Nationalsozialismus wach

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DoTour-Teilnehmer; (Fotos: IN-StadtMagazine)

Auch in diesem Jahr nahmen die Schüler der Emscherschule Aplerbeck, Albrecht-Dürer­Realschule und des Gymnasiums an der Schweizer Allee an der „DoTour für Respekt 2018“ teil. Die zweitägige Radtour vom 20.–21. September war ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Dortmund, des Jugendamtes, der Kinder- und Freizeitförderung sowie des Jugend- und Freizeitzentrums Aplerbeck (JFZ).

Die DoTour wird unterstützt von der Bezirksvertretung Aplerbeck, dem Radhaus Gerhardy, der Komba Gewerkschaft/Ortsverband Dortmund und dem Jugendring Dortmund.
Ziele der DoTour für Respekt sind, dass Informationsdefizite bei den Schülern abgebaut und Vorurteilen entgegengewirkt wird und dass ein Erfahrungsaustausch von Jugendlichen über die Geschichte und den Alltag in der Nazi-Zeit in Dortmund stattfindet.

„Junge Menschen sollen ein Zeichen für ein besseres Miteinander setzen und in den einzelnen Stadtteilen sowie Schulen dem Rechtsextremismus, der Ausländerfeindlichkeit und der Gewalt Grenzen setzen“, so Peter Gehrmann vom JFZ. Den „Startschuss“ zur Tour gab Bezirksbürgermeister und Schirmherr Jürgen Schädel.

Die Fahrradtour verlief durch verschiedene Stadtbezirke Dortmunds, welche an die Gräueltaten im Nationalsozialismus erinnern: u. a. zum Mahnmal für die Opfer der Euthanasie-Morde auf dem Gelände der LWL-Klinik Dortmund, zur Beteiligung an der Stolpersteinverlegung für die Familie Hartmann sowie zur Mahn- und Gedenkstätte Steinwache. An der traditionell ersten Station, dem Mahnmal in der LWL-Klinik, trafen die 50 Schüler der DoTour – eine absolute Rekordzahl in diesem Jahr – auf den Unterkurs der Krankenpflegeschule der Klinik. Die Pflegeschüler stellten eine jüdische Patientin vor, die dort zu Unrecht eingewiesen worden war und anschließend im Konzentrationslager umgebracht wurde. Nach Fürbitten sangen alle gemeinsam alle „We are the World“ von Michael Jackson.

Nach zahlreichen weiteren prägnanten Besichtigungen ging es dann zum letzten Punkt der Veranstaltung, dem Aplerbecker Marktplatz, um sich dort über die Bücherverbrennung 1933 zu informieren. An allen Punkten gab es natürlich auch Informationen zum Thema durch andere Schüler und Jugendliche sowie Ansprechpartner der Institutionen. Übernachtet wurde im Big Tipi im Fredenbaumpark.

Zur Vorbereitung der „DoTour“ hatte es bereits viele Veranstaltungen im Vorfeld gegeben: so z. B. eine Führung durch den Befehlsbunker Ruhrallee mit den Schülern, die an der DoTour für Respekt 2017 teilgenommen hatten. Außerdem wurde im März zum Tag des Friedens die Reinigung der Stolpersteine im Stadtbezirk Aplerbeck von Schülern der weiterführenden Schulen in Aplerbeck durchgeführt. Darüber hinaus gab es eine Filmvorführung: „Die Brücke“ im Rahmen der Aktionen zum Tag des Friedens. Im Juli fand dann eine Gedenkstättenfahrt nach Aalten (NL) mit einem Besuch im „Untertauchermuseum Markt 12“ und der „Aaltener Synagoge“ statt.

Weiterer Termin: 08.11.2018: Zeitzeugengespräch mit Bert Woudstra mit den Schülern, die an der DoTour für Respekt 2018 teilgenommen haben.