Auf der Flucht mit Jubriel Sulaimon

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(v. l.) Jeyakumaran Kumarasamy (TKD), Ümet Koscan (Leiter Haus der Vielfalt), Jubriel Sulaimon, Gerda Kieninger(Vorsitzende der AWO) und Anja Butschkau (AWO) setzen sich für Flüchtlinge ein.

Ein Mann zwischen zwei Identitäten, zwischen Arm und Reich, Leben und Tod – darum ging es in dem Theaterstück „Wahre Lüge“ von und mit Jubriel Sulaimon. Der bekannte Schauspieler war im Januar im „Haus der Vielfalt“ mit einem Stück zum Thema Flüchtlinge zu Gast. Da sich zurzeit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden, war das Thema mehr als aktuell.

Sulaimon spielte die Geschichte einer Flucht: Mit viel Glück und zwei Pässen in Europa angekommen, will der Geflüchtete nicht mit der falschen Identität weiterleben. Mit seinem echten Pass würde sein Asylantrag allerdings abgelehnt, da er aus einem als sicher eingestuften Land kommt, die Verhältnisse dort aber trotzdem bedrohlich und menschenunwürdig sind.

Jubriel Sulaimon verkörperte intensiv und humorvoll verschiedene Charaktere, spielte und überzeichnete, tanzte und sang. Sulaimon zeigte deutlich wie ein Flüchtling sich fühlt: entwurzelt, fremd, mit der behördlichen Demokratie total überfordert und immer mit der Angst vor drohender Abschiebung.

Der Schauspieler, Autor, Regisseur und Geschichtenerzähler, geboren am 29.02.1968 in Ajegunle, Lagos/Nigeria, arbeitet seit 23 Jahren in Deutschland und stand auf allen großen Bühnen der Bundesrepublik – auch am Dortmunder Theater ist er kein Unbekannter.

Die Veranstaltung war eine  Kooperation mit der AWO Dortmund und gehörte zum Begleitprogramm der Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“, die im Haus der Vielfalt sowie im Hoesch Museum bis Ende Februar zu sehen war.

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