Samstag, 04. September 2010

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Da staunt der Laie...

Auf dem EDEKA-Parkplatz am Heideweg findet der erste Weihnachtsmarkt der Interessengemeinschaft Holzen aktiv e.V. statt. Ein kleiner Weihnachtsmarkt bei Schneefall und eisigem Wind. Einige Stände sind aufgebaut, freiwillige Helfer und Vereinsmitglieder versorgen mit heißen Getränken und Speisen.

Um 16:00 Uhr kommt Leben auf. 30 Kinder der Eintracht-Grundschule und des AWo-Kindergartens Holzen kommen mit Eltern und Geschwistern. Trotz der Kälte stellen sich die Kleinen auf und singen zur Freude der Anwesenden drei Weihnachtslieder. Als Dank gibt es für jedes Kind einen Stutenkerl.

Soweit, so gut. Bis in diesen Tagen dem Vorsitzenden der IG Holzen, Rudi Gaidosch, eine Rechnung der GEMA ins Haus flatterte. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und musikalische Vervielfältigungsrechte möchte für den Kurzauftritt des Holzener „Sängernachwuchses" Geld – genau 23 Euro und 1 Cent!

Rudi Gaidosch und sein Stellvertreter Jochen Glörfeld wissen nicht, ob sie lachen oder heulen sollen. Eigentlich ja ein Kleckerbetrag, aber darum geht es den Beiden nicht. Gaidosch: „Wir waren ja vorgewarnt und haben die Veranstaltung bei der GEMA angemeldet, weil wir zunächst auch planten, unseren Weihnachtsmarkt mit entsprechender Musik von einer CD per Lautsprecher zu beschallen. Das war aber aus technischen Gründen nicht möglich".

Das Angebot von Schule und Kindergarten hatte der Vorstand der IG Holzen natürlich gerne von den Vereinsmitgliedern Eintracht-Grundschule und AWo- Kindergarten angenommen. Und weil man ja in Holzen korrekt ist, wurde auch kurz danach der Meldebogen mit diversen Fragen an die GEMA zurückgesandt.

Jetzt kam die Rechnung. Die beiden Vorstände können nur ein gewisses Verständnis für den GEMA-Formalismus aufbringen. „Da singen 30 kleinere Kinder bei Minustemperaturen „Jingle Bells", „Oh Tannenbaum" sowie „Kling Glöckchen" und freuen sich über die Gelegenheit vor ihren Eltern und Geschwistern auftreten zu dürfen. Die GEMA mag ja formal im Recht sein, aber so demotiviere man ehrenamtliches Engagement, ist die Meinung von Gaidosch und Glörfeld.

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